Basteiplatz 3 ist besetzt!

Das Haus am Basteiplatz 3 ist besetzt! Kommt vorbei, supportet die Besetzung! Lasst uns gemeinsamen Verdrängung und Mietwahnsinn bekämpfen.

Updates und weitere Infos: www.twitter.com/wirbesetzen und #hotsummerdd

Nachtrag: Pressemitteilung vom Nachmittag des 24.08.19

Hausbesetzung in Dresden am Basteiplatz 3

Eine Gruppe von Menschen besetzte am Samstag, den 24.08.19 ein Haus in Dresden-Strehlen. Es handelt sich um das Haus am Basteiplatz 3, das bisher trotz Denkmalschutz und gegebener Nutzbarkeit dem Verfall preisgegeben war.

Mit dieser Aktion soll in der Wohnproblematik ein neuer Impuls gesetzt werden. „In Dresden zeigen sich mehr und mehr die Folgen der verfehlten Wohnungspolitik der letzten Jahre. Die Mieten steigen. Wer sich die Mieten nicht mehr leisten kann, wird oft an den strukturschwachen Stadtrand verdrängt. Die Zwangsumsiedlung Obdachloser letzte Woche sticht als perfides Beispiel hervor. Dies zeigt die Verschränkung der Wohnproblematik mit Diskriminierungsformen wie Ableismus, Rassismus und Sexismus.“ so eine Besetzerin. „Unsere Absicht ist, Räume gestalten und instand zu halten, die sonst nicht genutzt werden. Bei der Gestaltung möchten wir alle Interessierten mit einbeziehen.“ erklärt sie weiterhin. Ziel der Besetzung ist, das Haus als Wohnraum und für gemeinschaftliche Zwecke, wie ein alternatives, soziales und kreatives Zentrum, zu nutzen. Auf dem Grundstück soll zudem ein Gemeinschaftsgarten entstehen. Um die Nachbarschaft mit einzubeziehen und einemDialog zu ermöglichen wurde diese bereits zum Frühstücksbrunch am Sonntag eingeladen. Zudem wurden Forderungen an den Besitzer und die Stadt gestellt, deren Verhandlungen noch ausstehen.

Vergangene Aktionen zeigten, dass der Druck auf Hauseigentümer und die Stadt erhöht werden muss, um die Wohnsituation in Dresden langfristig zu verbessern. So hatte die symbolische Besetzung der Königsbrücker Straße 14 während der BRN keinen Effekt auf Politik und Eigentümer, obwohl letztere danach zugesagt hatten, Wohnraum zu schaffen. Deshalb wird eine friedliche Hausbesetzung als legitimes Mittel angesehen, um den politischen Diskurs zu foranzutreiben und selbst Räume nutzbar zu machen.

Nicht nur die neue Hausbesetzung steht in Dresden für eine nachhaltige Wohnpolitik ein. Auf der unteilbar-Demo beteiligten sich verschiedene Dresdner Gruppen an einem Mieten-Block und es gab weitere Aktionen am Samstag, dem 24.08.19. So wurden an einem leeren Wohnblock am Pirnaschen Platz Banner entrollt, die fordern, Leerstand zu beleben.

Die aktuell Besetzenden des Hauses am Basteiplatz 3 haben keinerlei Interesse an einer Eskalation der Situation. Sie hoffen, dass die Stadt sowie der Eigentümer ein genau so großes Interesse an der Nutzbarmachung des Hauses haben. Sie sind fest entschlossen eine Lösung zu schaffen und werden aktiv bleiben, bis das Haus bewohnt ist. Dafür wird sich ein offener und konstruktiver Dialog gewünscht. Außerdem gehen sie sorgsamen mit der denkmalgeschützten Gebäude um und möchten darauf hinweisen, dass ausschließlich eine mögliche Räumung des Hauses deutliche Schäden hinterlassen würde.

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