Seit 48h – Das Putzi ist besetzt

Wir sind geflasht – seit 48h ist das Putzi nun schon öffentlich besetzt. Mehr als 150 Leute sind daran inzwischen beteiligt und gestalten die Raumnahme mit!

Heute wollen wir gemeinsam das Außengelände rausputzen und einen öffentlichen Gemeinschaftsgarten gestalten!Wir nehmen uns das, was sowieso keiner nutzt und machen was Schönes daraus. Alle können sich gerne mit ihren Ideen einbringen, zum Chillen und für Gespräche vorbeikommen oder werken, malen, Gartenarbeiten machen.

Erste Ideen sind Gartenmöbel, Legal Graffiti Planes und eine Regenplane. Lasst uns die Freifläche zum Freiraum machen! Ein Freiraum der hoffentlich lange bestehen bleibt und der an die Bedürfnisse der ihn nutzenden Menschen angepasst wird.

Also schaut vorbei, bringt mit worauf ihr Bock habt, macht worauf ihr Bock habt!

Momentan wünschen sich die Menschen vor Ort:
– eine Schubkarre
– Regenplanen
– Seile
– Lichttechnik/Baustrahler für den Abend

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Tageszusammenfassung 18.01.2020

Tagesrückblick 18.01. – Putzi über 24 Stunden besetzt

Über 24 Stunden ist nun das Gelände auf der Königsbrücker Straße 12-16 besetzt. Was mit der Vereinnahmung eines leerstehenden, langsam verfallenden Gebäude durch ein paar Menschen begann, ging heute mit dem Support von hunderten Menschen weiter. Ein Ende des Ganzen war auch heute nicht in Sicht.

Das Ziel ist es, hier einen belebten Ort zu schaffen, wo bisher nur Leerstand und Verfall war. Es soll Raum für Menschen entstehen, die es sich sonst nicht mehr leisten können, in der Neustadt zu wohnen und/oder die aufgrund von alternativen Lebenskonzepten aus dem Stadtzentrum verdrängt werden. Dies bedeutet auch Raum für alternative, freie Kultur und selbstorganisierte Gruppen.

Wegen der gestrigen Ruhe begann der Tag zunächst mit leichtem Misstrauen. Doch auch dieses verflog schnell. Heute ließen sich die Cops zunächst gar nicht blicken. Während die Menschen im Haus langsam aufwachten, begann draußen ein kleines Mitbringfrühstück, begleitet von Musik.

Dies zog sich über den ganzen Tag. Immer wieder kamen solidarische Menschen vorbei und brachten benötigte Materialien oder Spenden mit. Auch viele Passant*innen waren überrascht von dem kleinem Trubel auf der Straße und noch überraschter, als sie das besetzte Gebäude auf der anderen Seite erblickten. In den Gesprächen wurden meist Solidaritätsbekunden, Anerkennung und Freude über die Wiederbelebung des Geländes ausgedrückt! Danke für all die lieben Worte und dass ihr da wart!

Ein paar Menschen haben sich das Haus genommen. Aber das Putzi zu halten, für die gesamtpolitschen Themen einzustehen und langfristig einen weiteren solidarischen Ort außerhalb kapitalistischer Logiken zu schaffen, können wir nur alle gemeinsam erreichen und tun dies auch schon jetzt.

So wurde auch das Knacken der Berliner Linie – die ersten 24 Stunden im Haus ohne Räumung – ab 18 Uhr von ungefähr 150 Menschen groß gefeiert. Mit KüfA, wunderbarer Musik von der Banda Internationale (DD), dem Ensemble Incroyable (DD) und den Brazzbanditen (LPZ) sowie einer Funkelshow auf und vor dem Haus, war gute Laune und ordentlich Mut für die aktuellen (und folgenden) Häuserkämpfe kein Problem mehr! Wir feiern bis zum Nutzungsvertrag!

Wir wünschen allen beteiligten Menschen eine gute Nacht und gucken zuversichtlich auf Morgen! Bringt euch gerne mit euren Ideen und Vorstellungen ein!

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Wir sind immer noch da!

Guten Morgen ihr da draußen. Wir haben die Nacht gut überstanden und sind immernoch da! Zur großen Freude und Erleichterung aller war die Nacht ruhig und wir konnten uns ein wenig erholen. Die Lage ist weiterhin entspannt. Heute gehen die Verhandlungen um Putzi erst richtig los. Wir wollen das Gelände haben! Wir wollen ein tollen Ort erschaffen! Wir bleiben definitiv hier!

Dafür brauchen wir aber auch euch. Denn wenn es draußen rauer wird und sich die Lage zuspitzten sollte, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Deshalb kommt ab 09 Uhr zum Mitbringfrühstück! Wir essen hier im Haus und ihr davor.

Zusammen können wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gehen und allen zeigen, dass wir Putzi haben wollen!

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Tageszusammenfassung 17.01.2020

Heute um 15.30 Uhr haben wir das Gelände auf der Königsbrücker Straße 12-16 besetzt. Ziel ist es, das lange leerstehende Gelände für die Nachbarschaft zu öffnen und ein Stadtteilzentrum zu schaffen. Ganz nach dem Motto: Unsere Träume brauchen Räume.

Kurz nach der Veröffentlichung unterstützen auch die ersten Menschen an den zwei relevanten Stellen (Haupttor zum Gelände auf der Katharinenstraße und direkt vor den drei Gebäuden der Königsbrücker Straße). Auf der Kundgebung, die teilweise aus bis zu 70 Personen bestand, wurden Redebeiträge vorgelesen, Musik gespielt und unser Kurzfilm geschaut. Dank den heißen Beats von Rhythm of Resistance sowie dem leckeren Essen und warmen Tee von Black Wok wurde wahnsinnig lange der Kälte getrotzt. Danke an alle die sich beteiligt, solidarisiert und solange ausgeharrt haben!

Mit der Veröffentlichung haben wir auch Kontakt zu der Argenta Gruppe aufgenommen, der das Gelände mit der angrenzenden Dental AG (daher der Name 😉 ) momentan gehört. Unsere Forderungen, die Häuser mit anliegenden Garten endlich zu nutzen, und unser Nutzungskonzept haben sie erhalten.

Erst ab ca. 17 Uhr waren ein bis zwei Bullenwagen anwesend, die das Geschehen in der Neustadt beobachteten. Ein Räumungsversuch war nie Thema.

Dementsprechend gut ist auch die Laune im Haus. Den Menschen geht es gut und sie bereiten sich auf die Nacht und den nächsten Tag vor: „Wir haben vor zu bleiben, bis die Häuser für alle offen sind!“

Unseren ersten Vorschlag für das Nutzungskonzept sowie unsere Pressemitteilung findet ihr auf unserer Website. In diesen erklären wir, wie wir uns Putzi vorstellen: Selbstorganisiert, Solidarisch, Emanzipatorisch!

Damit melden wir uns jetzt erst einmal ab und freuen uns über den erfolgreichen Tag! Ihr hört morgen früh von uns, falls in der Nacht nichts weiter passiert.
Wenn ihr nach dem langen Tag heute, morgen nochmal Kraft habt am Putzi vorbeizuschauen und die Besetzung zu unterstützen, freuen wir uns riesig!

Wir wollen das Gelände halten und möglichst bald für alle zugänglich machen!

#Unsere Träume brauen Räume #Putzibleibt #DDbesetzen

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Plan für Putzi

We proudly present: Stadtteilzentrum Putzi

Aus der Besetzung der Königsbrücker Straße 12-16 soll das Stadtteilzentrum „Putzi“ werden. Das Gelände besteht aus drei Häusern mit Außengelände.
Also, zuerst wollen wir einen Zaun um das Außengelände ziehen, damit auch ein reibungsloser Betrieb der Dental Kosmetik AG möglich ist. Dieser ist im Luftbild gelb-schwarz markiert worden. Ein Tor im Zaun soll es natürlich auch geben, damit die Arbeiter*innen leichten Zugang zum Putzi Außengelände haben.

Nun zu den Häusern. Diese wollen wir in ein Wohnhaus, ein offenes Haus sowie ein Seminargebäude aufteilen.
Im Wohnhaus soll Platz zum solidarischen Zusammenwohnen und -leben sein. Mit Wohneinheiten und Gemeinschaftsräumen bietet es die Möglichkeit zur Selbstorganisation. Das offene Haus soll Platz für Vieles und Jede*n bieten. Es soll Räume für Vereine geben, vielleicht eine Bibliothek, Proberäume, ein Nachbarschaftscafé, offene Werkstätten oder einen Konzertsaal mit Besucher*innenschlafräumen, außerdem eine Küche, in der gemeinsam gekocht werden kann oder ein Infoladen. Der Kreativität ist bei der Nutzung des offenen Hauses keine Grenze gesetzt.

Im Seminargebäude soll es um Bildung gehen. Es sollen kleine und große Seminarräume entstehen, sowie Schlafräume. Wir wollen Bildung für alle möglich machen.

Auch für das Außengelände gibt es schon viele Pläne. Wir wollen die grüne Insel im Beton erhalten und weiter ausbauen und nutzen. Ein Gemeinschaftsgarten, Außenflächen für Workshops, ein Hängemattenareal, ein Tauschschrank, Nist- und Fledermauskästen, Fahrradstellplätze, Legal Planes, Baumhäuser – all das kann, darf und soll entstehen.

Das Stadtteilzentrums „Putzi“ ist für alle da, (fast) ALLE Träume brauchen Räume!

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Pressemitteilung vom 17.02., Erstveröffentlichung

Besetzung Königsbrücker Straße 12-16

Am 17. Januar haben mehrere Aktivist*innen die drei Häuser und das Grundstück an der Königsbrücker Straße 12-16 besetzt. Ihr Ziel ist es, das verfallende Gelände als Wohn- und Begegnungsort finanziell und organisatorisch unabhängig zu nutzen.

Auf dem Gelände befinden sich drei Häuser, die seit mehreren Jahren absichtlich leerstehen und die die Stadt als Ruinen listet. Eigentümerin ist die Argenta Group. Deren selbsterklärtes Ziel ist die “Revitalisierung brachliegender Grundstücksflächen und infrastruktureller Enklaven zu anspruchsvollen, nutzerorientierten Lebensräumen”. Aktivist*in Lann Schmidt hierzu: “Die Argenta Group verfolgt vor allem Profitinteressen. Sie ist deswegen nicht in der Lage, ihren angeblichen Zielen gerecht zu werden und das Grundstück für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Deswegen ist unser Kernanliegen, dass sich die Argenta Group aus dem Grundstück zurückzieht.”

Die Aktivist*innen haben Konzepte entwickelt, wie das Gelände als Wohnraum und soziales Zentrum genutzt werden kann. Diese Pläne liegen der Argenta Group vor. Dazu zählen ein Gemeinschaftsgarten, eine offene Fahrradwerkstatt und Vortrags- und Konzerträume.

In Dresden und besonders in der Neustadt steigen seit Jahren die Mieten und Menschen werden verdrängt. Große Immobilienunternehmen wie Gagfah, Vonovia, Berlinhaus, die CG Group und die Castello AG besitzen einen großen Teil der Wohnungen in Dresden. Und sie besitzen diese nicht, weil sie sich das irgendwie gerecht verdient hätten, sondern weil sie dafür Menschen ausgebeutet und verdrängt haben. Lann Schmidt dazu: „Eigentum ist nie gerecht. Nicht einzelne Unternehmen sondern das kapitalistische Wirtschaftssystem ist das Problem.“

Die Wohnungslage in Dresden und in anderen Städten wird durch ihre Profitinteressen bestimmt und nicht durch die Frage danach, wie eine gerechtere Stadt organisiert sein könnte, in der alle Menschen ein gutes Leben führen können. Verdrängt und ausgebeutet werden vor allem Menschen, die nicht in besitzende, finanziell abgesicherte, akademische Familienverhältnisse hineingeboren wurden – besonders diese sind dem Druck durch steigende Mieten ausgesetzt. Lann Schmidt ergänzt: „Zurück bleiben mehrheitlich weiße Studierende und besserverdienende Vater-Mutter-Kind-Familien mit Tiefgarage und BioCompanyFamilyCard, zugunsten derer weniger privilegierte Menschen und/oder solche mit alternativen Lebensentwürfen. Und selbst Menschen, die guten Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten, können sich den Wohnraum in bester Wohnlage nur leisten, wenn sie sich ausdauernd selbst dafür ausbeuten oder gut (bzw. ungerecht!) geerbt haben.“

Verdrängung findet nicht nur durch steigende Mieten statt – Bettel- und Straßenmusikverbote kriminalisieren Armut. Sogenannte ‚Gefahrengebiete‘ und der Deckmantel angeblicher Drogenkriminalität bieten die Grundlage rassistischer Schikanen durch die Polizei. Verdrängt werden vor allem Menschen, die strukturell und alltäglich diskriminiert werden – Nicht-weiße, Alleinerziehende, Geringverdienende, Arbeitslose, Wohnungslose. Sie müssen aus genau den Vierteln raus, die sich gerne selbst als alternativ und geschützt verstehen. Lann Schmidt meint: „Wie schön wäre es, wenn wir alle keine Mieten zahlen müssten? Die Mieten und den Wohnraum brauchen die meisten, denen die Häuser gehören, sowieso nicht und sie setzen sie auch nicht sinnvoll ein – die Immobilienfirmen erst recht nicht. Alle Häuser sollten denen gehören, die sie brauchen.“

Einen ersten Schritt machen die Aktivist*innen, indem sie sich die Stadt ganz praktisch zurückholen – Umverteilung bleibt Handarbeit!

Pressekontakt für Nachfragen:
Lann Schmidt
Tel.:0152 14146713
erreichbar:
17. Januar, Freitag, 16 – 18 Uhr und 20 – 21 Uhr
18. Januar, Samstag, 10 – 13 Uhr

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Pressemitteilung und Redebeiträge zur Demonstration „Lerchstand zu Freiraum“

Tiere wollen die Villa Frantelilo zurück

Am Dienstagnachmittag des 12.11.2019 fand eine Demonstration für das Recht auf Stadt und die Nutzung von Leerstand statt. Rund 60 Menschen fanden sich gegen 16 Uhr am Basteiplatz 3 zusammen, um ihre Solidarität mit den Besetzer*innen zu bekunden. Diese hatten in der Nacht auf den 24. August 2019 das Gebäude am Basteiplatz 3 besetzt und verließen dieses Haus am Abend des selben Tages unter massiven Polizeiaufgebot. In Sprechchören plädierten die Demonstrierenden gegen die Kriminalisierung der Besetzer*innen durch Staatsorgane und für die Nutzung von Leerstand

Auf dem Rasenplatz vor dem Basteiplatz 3 wurden mehrere Redebeiträge verlesen, die von den Besetzer*innen des Basteiplatzes, Hausbesetzer*innen aus Berlin und der Gruppe Recht-auf-Stadt aus Dresden verfasst und den Organisator*innen der Demonstration im Vorfeld zugesandt wurden.  Continue reading

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12.11.2019. Lerchstand zu Freiraum – Demonstration für das Recht auf Stadt, die Nutzung von Leerstand und gegen die Kriminalisierung der Besetzer*innen des Basteiplatzes 3

Mobiplakat zur Demonstration

Wo?

Basteiplatz 3 (01277, Dresden-Strehlen)

Wann?

12.11.2019, 16:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

Warum?

Im Rahmen der Unteilbar Demonstration wurde in der Nacht zum 24.08.2019 das leerstehende Haus am Basteiplatz 3 besetzt. Ziel der Aktion war es, auf unzugänglichen Wohnraum und steigende Mieten in Dresden hinzuweisen. Außerdem sollte die „Villa Frantelilo“ – seit Jahren dem Verfall preisgegeben – als sozialer Begegnungsort im Viertel, Wohnraum, sowie der Garten als Gemeinschaftsgarten nutzbar gemacht werden. Continue reading

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Bewohnen – Beleben – Besetzen – Erstreiten

Es ist schon eine Weile her, soll aber dennoch nicht in Vergessenheit geraten:

Pressemitteilung einer Gruppe von Menschen zu der Banneraktion während der #Unteilbar-Demonstration in Dresden am 24.08.2019.

Banneraktion am Pirnaischen Platz

Bewohnen – Beleben – Besetzen – Erstreiten

„Am 24. August haben wir im Zuge der Unteilbar-Demo eine Transpi-Aktion auf dem Hochhaus am Pirnaischen Platz durchgeführt. Damit sollte auf steigende Mieten, sowie die kapitalistischen Mechanismen im Wohnungsmarkt und den damit verbundene Verdrängung von Menschen, Freiräumen und ihren Träumen aufmerksam gemacht werden. Wohnen und Leben sollte so stattfinden, wie jeder Mensch es will, und nicht von den Zwängen des Kapitals bestimmt werden.

Das Hochhaus am Pirnaischen Platz im DDR-typischen Internationalen Stil beherbergt 180 Wohnungen. Lange konnte das Haus als Statement dafür dienen, dass auch im Zentrum der Stadt guter Wohnraum für Menschen ohne hohes Einkommen möglich ist. Continue reading

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Tu Mal Wat-Solibanner an Polizeiwache

Auf Indymedia ist ein Artikel aufgetaucht den wir gerne auch hier veröffentlichen und dokumentieren wollen:

Solidarität mit denen von Repressionen betroffenen Hausbesetzer*innen in Berlin!

Banner an der Bullenwache in Dresden-Pieschen

In der Nach zum 30.09. haben wir an einer Dresdner Bullenwache Soligrüße für von Repressionen betroffene Besetzer*innen hinterlassen. „Unsere Solidarität gegen eure Repression – #tumalwat #besetzen #hotsummerdd “ – ist in der Einfahrt der Polizeistation zu lesen.

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